die Schicksalshexe

Ich bin nun endlich zurück aus Brokeloh, zurück vom Conquest of Mythodea und zurück in der realen Welt.

Meine Schicksalshexe, an der ich die letzten Monate und Wochen gearbeitet habe, hatte Premiere.

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Ich habe so viel an ihr gearbeitet, dass ich fast daran verzweifelt bin. Aber ich finde, es hat sich gelohnt und ich freue mich, mit ihr in die Schlacht ziehen zu können.

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Alles hat einmal auf Papier angefangen. Die Ideen wurden gesammelt, Nutzloses oder nicht Umsetzbares wurde verworfen, neue Techniken ausgeklügelt und viel gebastelt.

Diesmal lag für mich das Hauptziel darin, einen Charakter zu bauen, an dem so gut wie alles selbstgemacht ist, von der Grundkleidung, bis hin zur Rüstung und den Details.

Hier ein riesiges Dankeschön an Sarah und Tanja, die mir meine Kleidung nach meinen Skizzen und Vorstellungen in mühseeliger Kleinstarbeit zusammengenäht haben.

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Hinzu kam der Grundstock meines Kopfschmuckes, welcher mich fast zur Verzweiflung brachte.

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Der Kopfschmuck ist natürlich so nicht geblieben, denn wie das Schicksal so wollte: es hat überhaupt nicht gehalten und ist dauernd nach hinten gerutscht. Der Pferdeschweif war also zu schwer.

Es gab unzählige Überlegungen, wie man es machen könnte, bis ich zu dem Schluss kam, dass ich zwei verschiedene Kopfschmucke brauche. Einen fürs Kämpfen und die alltäglichen Dinge und einen für Rituale und Weihen.

Gesagt, getan:

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Die erste Variante mit dem Vogelschmuck hat noch eine weiße Steinperlenkette für unter dem Kinn entlang bekommen, um das Gewicht des Schweifes auszugleichen,
der zweite Kopfschmuck hat an den Seiten noch Vogelflügel zur Verzierung erhalten und um das Ganze noch etwas üppiger erscheinen zu lassen.

Der Kragen wurde auch etliche Male überarbeitet, bis er mir so gefiel, dass er mich weder behindert, noch zu lose sitzt.

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Meine Schicksalshexe besteht nun aus der Grundkleidung in weiß, mit weiten Ärmeln und Armschienen ähnlichem Abschluss zum knöpfen. Einem Übergewand in Mantelform mit schwarzen Ärmeln. Das Mantelkleid ist wie ein Gi bzw. Kimono zum Schnüren/Übereinanderlegen damit vorn der typisch asiatische V-Ausschnitt entsteht.

Darüber trage ich einen schwarzen Lederschurz, welcher an den Seiten geschnürt bzw. geknöpft ist und vorn und hinten spitz zuläuft und mit Zeichen und Transmutationskreisen bemalt ist. Vorn ist auch noch ein Spruchband angebracht, welches noch beschriftet wird.

Darauf trage ich einen schwarzen Miedergürtel mit zwei Verschlussriemen und weißen Lederfetzen, welche den Übergang zum Lederschurz überdecken. Dazu habe ich noch einen schwarzen einfachen Ledergürtel, an dem meine unzähligen Taschen (alles Marke Eigenbau) angebracht werden, sowie ein Gürtelwimpel mit dem Zeichen unserer Spielergruppe darauf.

Unter dem Mantelkleid trage ich eine weiße Ballonhose. Bei Regen habe ich weiße Stiefeletten mit schwarzen Ledergamaschen und bei normalem Wetter schwarze Tabi an.

Ich trage eine Kette mit einem Stück Geweih in das ein kleiner Stein eingelassen ist. Darauf ist mein Lederkragen zu sehen, welcher mit diversen Perlen und Knochen geschmückt ist.

Ich trage eine weiße Kontaktlinse mit schwarzen Linien darauf und im Gesicht aus weißer Heilerde eine Art Clan-Bemalung.

Auf meinem Kopf habe ich wahlweise ein weißes oder ein violettes Kopftuch und meine zwei verschiedenen Kopfschmucke.

Derzeit trage ich als Waffe entweder eine Naginata oder einen Kampfstab, aber mein Char soll einen Speer mit Leuchtapplikationen erhalten, welcher bereits nach meinen Skizzen in Auftrag gegeben ist.

Ein vollständiges und komplettes Bild von den Con-Tagen folgt noch. Ihr dürft also gespannt bleiben 😉

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Zusätzlich habe ich zwei Bücher mit Zaubersprüchen und Weihsprüchen, etliche kleine Knochen mit Schriftzeichen und Symbolen darauf, Element-Steine, diverse Tongefäße zur Räucherung und Ritualvorbereitung, einen Ritualdolch, und noch unzähligen anderen Stuff für Wahrsagungen.

Darf ich vorstellen?

Sayo Ni Dai

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Sayo war mein erster LARP-Charakter. Ich habe mit ihr vor ca. 4/5 Jahren angefangen.

Sayo ist in unserer LARP-Gruppe, den Shionai, eine Heilerin. Wir besuchen mit der Gruppe unter Anderem die Cons (LARP Events) Merseberg, Freie Lande, Conquest of Mythodea und diverse Ablegercons der Mythodea-Reihe.

Die Anfänge:

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Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein Schwert mit Scheide, einen Gürtel für Verbände (total unbrauchbar), eine Trinkflasche mit Gürtelhalterung, eine Tare (Art Gürtel mit Beinschutz), eine Rüstschulter und meinen allseits bekannten Hut 😉

Dazu hatte ich ein Kopftuch, meist ein schwarzes chinesisches Oberteil/Hemd mit Posamentenknöpfen, einen Hakama, Gamaschen und schwere schwarze Arbeitsschuhe (Springer). Wenn es Verluste gab, galt die Regel, dass jeder Charaktere etwas Weißes trägt (Farbe der Trauer). Daher hat Sayo auf dem einen Bild ein weißes Gi und einen mit weißem Stoff gefütterten Haori (Art Jacke) an.

Über die Zeit hinweg hat sich Sayo entwickelt. Es kamen neue Bastelstücke dazu, weitere Kleidungsstücke und andere unbrauchbare Dinge wurden ausgetauscht. Sie bekam Tabi-Schuhe, statt den schweren Stiefeln.

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Hier hat Sayo dann eine Atemschutzmaske zum Hut zugefügt bekommen, ein Gürtel über die Tare addiert, eine neue Flasche mit Halterung (wurde auch verworfen, weil unpraktisch), eine Tranktasche (Marke Eigenbau) mit Halterung für Knochennadeln und eine „Werkzeugrolle“ mit diversem Heilerbesteck wie Skalpell, Klemme, Reflexhämmerchen, Stützen für Brüche, Wundhaken usw. sowie eine Umhänge-Heilertasche mit Heilerwappen, für Verbände, Handschuhe, Heilsalbe und anderen Kleinkram.

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Später bekam sie noch eine Armschiene (Rüstung) sowie für kältere Tage eine schwarze Gugel und ein Mantelkleid + Schal dazu.

Irgendwann hatte ich aber entschieden, dass ich sie gern mehr rüsten würde, damit sie nicht zu anfällig für Angriffe ist und sich auch besser verteidigen kann. Also baute ich eine Rüstung und gab ihr eine neue/weitere Waffe.

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Als Rüstung habe ich einen alten Kinder-Do (Brustpanzer aus dem Kendo-Sport) aufgewertet und ihr eine Naginata als Waffe gegeben. Eine Beinschiene habe ich auch.

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Und so bespiele ich Sayo nun schon eine ganze Weile und bin sehr glücklich mit dem derzeitigen Zustand der Gewandung.

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Zu guter Letzt hat Sayo noch eine neue Trauergewandung erhalten (ihr erinnert euch vllt, Regel besagt, mindestens ein weißes Kleidungsstück).

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Und so spiele ich schon eine ganze Weile, habe viele Cons besucht und viele tolle Erlebnisse gehabt.

Wie kam es zum LARP?

Zum LARP kam ich eigentlich über ein paar Umwege.

Zuallererst bin ich eine leidenschaftliche Sammlerin von Kimono. Ich besitze derzeit an die 40 Stücke, mit allem möglichen Zubehör:

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Damals habe ich nur Mittelaltermärkte besucht:

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Eine Art Jägerin bzw. einfach bunt gemischte Klamotten.

Auch das Thema Steam Punk hat mich sehr interessiert und ich habe mir diverse Kombinationen zusammengebastelt:

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Als ich dann meinen Freund kennenlernte und er mich mit dem Hobby vertraut machte (ich hatte zwar vorher schon geplant LARP zu probieren; mir sogar eine Waffe aus Schaumstoff gebaut, aber ich kam einfach nie dazu), hatte mich das Fieber gepackt. Die ersten Ideen und Skizzen sprudelten hervor und ich machte mich direkt an die Arbeit.

Wenn ich die Bilder meiner ersten Arbeiten noch finde, trage ich sie nach.
Ich habe dann quasi damals Taschen, Bucheinbände sowie Texte in den Büchern, Flaschenhalter für den Gürtel, Tränketasche, Schwerthalter usw. gebaut.

Und somit war ich angesteckt von dem Hobby.